Visualisierung des Interimsgebäudes der Aula der Universität Bonn mit perforierter Metallfassade im sensiblen Kontext des Kurfürstlichen Schlosses

Vorhang auf am Hofgarten

Interimsbau Aula, Universität Bonn

Das Interimsgebäude für die Aula der Universität Bonn tritt an einen der sensibelsten Orte der Stadt: unmittelbar vor dem Kurfürstlichen Schloss, mit Blick in den Hofgarten. Die Antwort auf diesen Kontext ist Zurückhaltung – und dennoch Haltung.

Der zweigeschossige Kubus übernimmt exakt die Höhe der Schlossflügel und fügt sich damit selbstverständlich in die historische Sichtachse ein. Seine Hülle aus perforiertem, gewelltem Lochblech in einem abgetönten Sandton – abgeleitet aus den grauen und goldgelben Putzflächen des Barockschlosses – erzeugt je nach Lichteinfall eine lebendige Textur. Der Vorhang als Motiv des Veranstaltungsorts zieht sich vom Inneren nach außen: Im Saal regeln raumhohe Vorhänge zwischen den Stützen die Akustik, die gewellte Fassadenhaut übersetzt dieses Bild nach außen.

756 Besucherinnen und Besucher finden Platz – im Parkett und auf der Empore. Das Foyer öffnet sich großzügig zum Hofgarten, der Eingangsunterschnitt markiert die Adresse präzise. Was als Interim gedacht ist, formuliert eine klare, dauerhafte architektonische Idee: respektvoll im Kontext, eigenständig im Ausdruck.

Visualisierung des Innenraums der Aula mit flexibler Vorhangstruktur und klar gegliedertem Zuschauerbereich
  • Projektart

    Neubau

  • Funktion

    Bildungsbau

  • Projektstand

    In Planung

  • Auftragsart

    Verhandlungsverfahren

  • Auszeichnung

    Zuschlag

  • Mitarbeiter*innen

    Susanne Boss
    Svenja Christian
    Ruben Stadler

  • Leistungsphasen

    LP1 – LP4

  • Visualisierung

    Studio Esser