mehr IQ pro m²
Studentisches Wohnen auf dem Campus der Technischen Hochschule, Wildau
Studieren der kurzen Wege. Das charakterisiert den Campus der Technischen Hochschule Wildau. Durch viele internationale Partnerschaften hervorragend vernetzt, studieren viele Studierende aus dem asiatischen und arabischen Raum in Wildau. Diese Studierende sind es aus ihren Heimatländern gewöhnt, direkt auf dem Campus zu wohnen. Dies war der Grund für eine Kooperation der Hochschule mit dem Studentenwerk Potsdam, zusammen mit neuen Lehr- und Forschungsflächen auch das Angebot an Wohnraum zu erhöhen. Nach dem 1. Preis eines 2006 durchgeführten Wettbewerbes wurden wir beauftragt, ein Haus zum Wohnen und Lernen für die Studenten auf dem Campus der TH Wildau zu realisieren. Entgegen üblicher Typologien wurde bei unserem Entwurf die Erschließung als helle und freundliche Laubengänge nach außen gelegt und so dunkle, innen liegende Erschließungsbereiche vermieden.
„ein Haus, in Schichten von Innen nach Außen gedacht“
Das Gebäude ist konzeptuell und konstruktiv in Schichten gedacht: Stahlbetonkerne und Versorgungsschächte bilden die innerste Schicht. Die nächste Schicht bildet die private Zone der Zimmer mit Bad und Schlafbereich. Daraufhin öffnet sich das Zimmer, Arbeitsbereich und Küche orientieren sich zur Umgebung. Die Erschließungsfläche wird zur Kommunikationszone und bietet eine balkonähnliche Erweiterung der Zimmer. Umgeben wird das gesamte Gebäude von einem leichten Kleid aus bedruckten Glasplatten, die teilweise geschoss- teilweise brüstungshoch ausgebildet sind. Der Motivdruck zeigt riesige Grasshalme und lässt die Erschließungsflächen, ohne von der Umgebung abzugrenzen und zu verdunkeln, als semiprivate Räume gefasster erscheinen. Das Materialkonzept kombiniert durch ein Zusammenspiel aus Glas, Putz und Sichtbeton glatte und raue Oberflächen, die durch ihre Gegensätzlichkeit ein abwechslungsreiches haptisches Erlebnis bieten.
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Projektart
Neubau
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Funktion
Wohnbau
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BGF
8.100 m²
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Projektstand
Realisiert
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Zeitraum
2006 – 2012
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Auftragsart
Realisierungswettbewerb
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Auszeichnung
1. Preis
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Baukosten
6.900.000 €
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Leistungsphasen
LP2 – LP8
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Mitarbeiter*innen
Klaus Wehle
Miriam Göllner
Anna Schröter
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Fotograf
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Publikation