Architekten aus Albanien beim Besuch bei sehw architektur im Büro.

Arbeiten im Netzwerk

A wie Albanien

Fachkräftemangel, immer größere Spezialisierung, komplexe Aufgabenstellungen. Diesen Herausforderungen wollen wir mit der aktiven Arbeit in Netzwerken entgegenwirken. Wie vielfältig dieses Sehw-Netzwerk ist und wie unterschiedlich die Aufgaben, die wir mit unserem Netzwerk bestreiten, davon möchten wir hier erzählen. Im vergangenen Jahr haben wir unser internationales Portfolio überarbeitet. Das strategische Ziel dahinter ist der wieder verstärkte Export unserer Expertise ins Ausland. Dazu arbeiten wir u.a. mit Jörn Reichel und Ulrich Jedelhauser zusammen, zwei Experten, die über jahrzehntelange Erfahrung in der Projektentwicklung im Ausland verfügen. Gemeinsam mit Partnern wie der GIZ, der KfW, der Weltbank und anderen Institutionen waren sie in zahlreichen Ländern aktiv.

Aus dieser Zusammenarbeit ist nun ein erstes Netzwerktreffen hervorgegangen. Es fand mit einer Delegation von common sense Architekten aus Albanien statt www.commonsense.studio. Die Kollegen aus Tirana haben ihren Berlin-Besuch bei uns im Büro abrundetet. Nach einem herzlichen „Hallo“ oder besser „mirëdita“ und einigen Einblicken in den bisherigen Ablauf ihrer Reise luden wir die Gäste zum fachlichen Austausch. Mit großem Interesse wurde die Präsentation von Prof. Xaver Egger zu unseren laufenden Projekten verfolgt und in unseren Unternehmensdarstellungen geblättert.

Architekten aus Albanien beim Besuch bei sehw architektur im Büro.
Architekten aus Albanien beim Besuch bei sehw architektur im Büro. Architekten aus Albanien beim Besuch bei sehw architektur im Büro.

Der anschließende Austausch zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der Herangehensweise, aber auch in den Herausforderungen bei vergleichbaren Bauaufgaben, war für beide Partner außerordentlich interessant. Common Sense plant in Albanien finanziert von der Kfw Schulgebäude. Auch wenn die Bauaufgabe die gleiche ist, so hat man es in der Praxis doch mit anderen Problematiken zu tun. Während man in Albanien meistens viel günstiger, viel kleiner in der Fläche, aber für mehr Schüler baut, hat man in Deutschland ungleich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung, braucht diese aber auch wegen der unzähligen Regularien, denen das Bauen unterworfen ist.

Common Sense berichten von ihrer Tätigkeit in Albanien und von Tirana als dynamischer Hauptstadt. In der Architekturszene herrscht Aufbruchstimmung bei gleichzeitiger Unsicherheit. Die Balkankriege der Neunziger Jahre, ein Brain Drain durch Migrationsbewegungen Richtung Westeuropa und Naturkatastrophen wie Erdbeben machen Entwicklungen schwierig, auch wenn EU-Gelder fließen und auch in den vergangenen Jahren interessante Architekturen entstanden. Tirana es eine Stadt, in der sich das Leben viel auf den Straßen und Plätzen abspielt, die Menschen sich den Außenraum für die Gemeinschaft aneignen. Auf jeden Fall eine Reise wert. Die Einladung der Kollegen ist schon da, wir freuen uns auf die Reise.

Es wird nicht das letzte Netzwerktreffen sein, das in den Räumen von Sehw stattgefunden hat, denn das nächste ist schon geplant.