• Der Flyer von Quietschfild Podcast im Rahmen des Masterstudiengangs Architektur Projektentwicklung 2021 der Hochschule Bochum.

    Quietschfidel

    Ein Podcast über Lebendigkeit

    Normalerweise ist im zweiten Semester des Masters Architektur Projektentwicklung die Veranstaltung eines Symposiums von den Studierenden gemeinsam mit Prof. Xaver Egger vorgesehen.

    Dort wird in entspannter Atmosphäre mit geladenen Gästen bei kühlen Getränken und Snacks über ein ausgewähltes Thema angeregt geplaudert. Schon im letzten Jahr konnte, aufgrund der Corona-Situation, leider kein Symposium stattfinden. Der diesjährige Abschlussjahrgang hat sich eine Alternative „auf Distanz“ überlegt und sich virtuell mit seinen Gästen zum Thema Lebendigkeit getroffen.

    Was bedeutet Lebendigkeit? Können Gebäude lebendig sein? Gibt es einen Unterschied zwischen nicht lebendig und tot? Auf alle diese und weitere Fragen wollen die Studierenden im Podcast „Quietschfidel“ Antworten finden. Mit geladenen Expert*innen aus unterschiedlichen Themenbereichen und Fachgebieten wird u.a versucht herauszufinden, warum Kinder häufig lebendiger wirken, wie Lebendigkeit in verschiedenen Kulturen gelebt wird oder wie Architektur Lebendigkeit beeinflussen kann.

    Der Podcast „Quietschfidel“ soll in Zeiten von Social Distancing für alle Interessierten Lebendigkeit erlebbar machen und diese an seine Hörer*innen weitergeben.

    Ab dem 7. Mai erscheint bis zum 4. Juni 2021 jeden Freitag eine weitere spannende Folge.

    Hier und hier geht’s zum Podcast und mehr Infos sind auf dem Instagram-Account des diesjährigen Jahrgangs zu finden.

  • Lageplan und Grundriss des Projekts Wien Rettungsstelle.
    Schnitt des Projekts Wien Rettungsstelle.
    Skizze und Ansicht des Projekts Wien Rettungsstelle.

    Sehw hebt alte Schätze #6

    Wien Rettungsstelle

    Wir schließen unsere Reihe „Sehw hebt alte Schätze“ mit einem Projekt aus dem Jahr 2004: Rettungsstation Mariahilf Wien. Die neue Rettungsstation soll das hohe Niveau der Notfallversorgung im 6. Bezirk Wiens sichern. Das Arbeitsumfeld für die zahlreichen hier stationierten Notärzte und Sanitäter soll durch den Neubau verbessert werden.

    Einer der wohl prägendsten Entwurfsansätze des Projekts ist die unterschiedliche Außenraumqualität am Mariahilfer Gürtel, an der Wallgasse und im Innenhof, der durch die Konfiguration der Baukörper gebildet wird. Das Gebäude reagiert durch seine innere Aufteilung auf diese Unterschiede, indem am Gürtel ein schmaler Baukörper entsteht, der als Schallpuffer fungiert und an der ruhigen Wallgasse ein breiter Baukörper.

    Nach außen hin erhält das Gebäude eine einheitliche Hülle. Der Öffnungsanteil variiert zwischen Mariahilfer Gürtel und Wallgasse und reagiert damit auf die Schallentwicklung von außen und auf die innen angrenzenden Räume gleichermaßen. Es handelt sich dabei um eine geschlossene massive Gebäudehülle, die zusammen mit den inneren Gangwänden statisch konstruktiv wirksam ist und gleichzeitig dafür sorgt, dass Niedrigenergiestandard erreicht wird.

    Noch ein prägendes Element: die Verdichtung und Ausdehnung bis an die Grundstücksgrenzen und partiell auch darüber hinaus. Bei dem Grundstück innerhalb des Stadtgefüges handelt es sich um eine sehr urbane und dichte Situation. Dies wird aufgenommen und mit einem Volumen verstärkt, das die Spielregeln der Wiener Bauordnung voll ausnutzt, ohne dadurch unmaßstäblich zu wirken.

  • Modell und Skizze des Projekts Universität Zmb Graz.
    Modell und Skizze des Projekts Universität Zmb Graz.
    Modell und Skizze des Projekts Universität Zmb Graz.
    Ansicht des Projekts Universität Zmb Graz.

    Sehw hebt alte Schätze #5

    Universität Zmb Graz

    Das fünfte Projekt unserer Reihe „Sehw hebt alte Schätze“ ist die Universität ZMB in Graz aus dem Jahr 2004. Entsprechend der grundsätzlichen Entwurfsidee haben wir das Projekt „untenoben“ genannt. Eine untere, offene, freie, öffentlich zugängliche Zone, welche die Nutzungen der Hörsäle, Seminarräume, Bibliothek, Café, etc. aufnimmt und sich als gebaute Landschaft darstellt. Eine obere Zone mit vier rigide organisierten und der spezifischen Nutzung folgenden Labor- und Bürogeschossen. Ausgehend von der heterogenen Bebauungsstruktur der Umgebung wird nach einer ordnenden Geste gesucht, die die unterschiedlichen Bereiche von öffentlich über halböffentlich bis privat strukturiert und dabei bestehende Verbindungen aufnimmt und verstärkt. So entsteht ein Platz als Entree und Forum. Die gebaute Landschaft zieht in das Gebäude, in welchem sich Lichthöfe unterschiedlicher Aufenthaltsqualität öffnen und so das Unten belichten. Die Zonierung erfolgt dabei fließend und führt über einen halböffentlichen Hof, welcher sich zur Straße hin öffnet, in den Park als Privat- und Erholungsraum. Auch in der äußeren Gestaltung die vertikale Differenzierung in öffentliche Bereiche im Eingangsgeschoss und introvertierte Arbeitsbereiche in den vier Obergeschossen. Diese Differenzierung ist klar ablesbar. In die öffentlichen Bereiche, die leicht unter dem Gelände liegen, führen Rampen und Treppen, schräge Ebenen, eine gebaute Landschaft eben, die Einbauten je nach Nutzung leicht und transparent bzw. hermetisch geschlossen und massiv. Die oberen Geschosse stellen sich schwebend über diesem Sockel als ordnendes, einfach lesbares Volumen dar und werden von einer einheitlichen Hülle umfasst. Innere Gestaltung Die innere Gestaltung des Gebäudes folgt den jeweiligen Nutzungen. Im Eingangs-geschoss ist die innere Gestaltung entsprechend frei. In den Obergeschossen folgt sie einem klaren Raster. Die Labor- bzw. Bürobereiche sind stringent entlang der Fassade orientiert, Dunkelräume, Messräume, etc. in den Innenzonen des Gebäudes. Die dadurch entstehenden langen Flure gehen durch bis zu den Fassaden bzw. werden aufgebrochen durch die angelagerten Lichthöfe. So entsteht einerseits eine kompakte und ökonomische Anordnung der Räume und andererseits eine hohe Aufenthaltsqualität durch Tageslicht in der Tiefe des Gebäudes Durch die Rasterung und die kompakte Anordnung der Räume in den Obergeschossen ist nicht nur eine wirtschaftliche Konzeption erreicht, sondern auch möglichst hohe Flexibilität. Diese wird verstärkt durch das statische Konzept, das dank der Innovationskraft unserer Tragwerksplaner von Werkraum Wien das ganze aufgehende Gebäude auf vier Kerne auflagert, auf Rahmenkonstruktionen in wenigen Ebenen aufbaut und die Querrichtung damit völlig flexibel hält.